Heute standen die ersten Pyramiden auf dem Programm in Teotihuacán.
Auf dem Weg dorthin haben wir zunächst an einer Ausgrabungsstätte gehalten, die vor allem bekannt geworden ist, weil dort 1968 kurz vor den Olympischen Spielen in Mexiko demonstrierende Studenten erschossen wurden. Der Gedanke daran ist sehr gruselig. Niemand wurde dafür zur Rechenschaft gezogen. Auch Anwohner, die den Studenten helfen wollten, wurden erschossen.
Etwas weniger blutrünstig war der Besuch der Jungfrau von Guadalupe. Wie immer gibt es auch hierzu eine Legende, in der eine braune Madonna die Hauptrolle spielt. Zu Ehren der braunen Madonna wurde 1974 eine neue Basilika errichtet. Innen fährt man auf einem Laufband an dem berühmten Bild der Madonna vorbei. Angeblich ist das nach dem Vatikan die größte Pilgerstätte der Katholiken auf der Welt. Jedes Jahr am 12. Dezember zum Geburtstag der Madonna kommen Millionen von Pilgern und der Staatspräsident zur Basilika.

Nach einer halben Stunde Fahrt konnten wir endlich die ersten Pyramiden sehen. Die Ausgrabungsstätte heisst Teotihuacán und liegt im Nordosten von Mexiko Stadt. Hier sind die Ruinen der ersten Metropole der westlichen Hemisphäre zu finden. Von den 20 Quadratkilometern sind bisher nur 5% ausgegraben worden. Diana, unsere Führerin, hat Fotos mitgebracht, die zeigen, das die ganze Ausgrabungsstätte so zugewachsen war, dass die Pyramiden wie grüne Hügel ausgesehen haben.Highlight sind die Sonnen und die Mondpyramide. Die Sonnenpyramide ist zwar fast so breit wie die Cheopspyramide in Ägypten, bringt es aber mit 65 m nur auf die halbe Höhe. Bei 30 Grad und sengender Sonne war der Aufstieg mit 244 zum Teil super steilen Stufen kein Vergnügen.


Zur Stärkung gab es dann die gegrillten Kaktusblätter im Restaurant direkt an der Ausgrabungsstätte.

Sehr witzig war im Anschluss eine kleine Demontration über die Zauberpflanze Algave mit diversen alkoholischen Kostproben wie z.B. Mescal. Der Mexikaner, der uns auf Deutsch bespasst hat, hatte sogar Trinksprüche drauf, die ich noch nie gehört hatte und die ich hier auch nicht wiederholen möchte.

Zum Abschied aus Mexiko City gab’s dann noch im Centro Historico bei El Morro die besten Churros mit Chocolate, die ich je gegessen habe.
Das war übrigens ein Tipp von Diana, unserer Reiseleiterin.

