Wir sind unterwegs auf der Panamerikanischen Strasse (MEX 190), die von Kanada nach Chile führt. Die 1. Etappe geht von El Tule nach Mitla, eine kleine, aber feine Ausgrabungsstätte. Sie ist besonders interessant wg. der Muster auf den Fassaden, die sich auch auf unserem Teppich wiederfinden und den Abstieg in die Unterwelt mit abschließendem Aufstieg ins ewige Leben symbolisieren. Die Säule, die man umarmen muss, war leider nicht zugänglich. Schafft man es, die Säule zu umarmen, so dass die Hände sich berühren, sieht es schlecht aus mit der Aussicht auf ein ewiges Leben. Bei der Menge Tortillas, die wir verschlingen und den Fässern Bier, die wir trinken, hätten wir dank unserer Bäuche gute Chancen auf ein ewiges Leben.

Das Ganze war wie eine Kaffeefahrt, nur interessanter. Statt Wolldecken haben wir einen Teppichhändler besucht und an einer Mescalverkostung teilgenommenen. Jetzt haben wir einen neuen kleinen Teppich mit Zapotekenmuster aus Merinowolle, gefärbt mit Naturfarben und eine Flasche Mescal mit gusano (Wurm). Frank hat den Wurm vorher probiert und fand ihn fruchtig. Allerdings habe ich jetzt während unserer 4 stündigen Fahrt mit unendlich vielen Kurven nicht viel von ihm gehört. 🤑





Ein Marktbesuch durfte natürlich auch nicht fehlen. Hier tragen die Frauen ihre Einkäufe auf dem Kopf nach Hause und die Schilder tragen die zapotekischen Namen. Und Tuk Tuks gibt es auch.




Die Landschaft und die Temperatur haben sich total verändert. Statt der sog. Orgelkakteen gibt es Mangobäume und Palmen. Zur Erholung nach der langen Fahrt lockt gleich ein Pool. Während wir bisher abends immmer eine Jacke brauchten, ist das hier überflüssig. Dafür gibt es Mücken. In Tehuantepec übernachten wir nur, um nicht an einem Tag noch länger fahren zu müssen. Gerade habe ich erfahren, dass wir insgesamt fast 3000 km fahren. Wir sind froh, dass wir uns entspannt im Bus zurücklehnen können. 1000 km haben wir schon geschafft.



