Chitzén Itzá (4.4.19)

Am letzten Tag unserer Rundreise gab’s das – wie wir vorher geglaubt hatten- Highlight der Reise – Chitzén Itzá. Dafür sind wir um 6 Uhr aufgestanden um den Massen zu entgehen. Schon vor der Öffnung hatten zahlreiche andere Gruppen die gleiche Idee. An einem anderen Eingang standen die Souvenirverkäufer und haben auf den Einlass gewartet. Unsere guia Diana meinte, der Ort sei mit den Worten Souvenirverkauf mit Pyramiden zu beschreiben. Das trifft es tatsächlich. Der Reiseführer schreibt, dass Chitzén Itzá die beeindruckendste Mayastätte auf der Halbinsel Yucatán ist. Im Gegensatz zu den überwucherten Städten von Palenque wirke Chichén Itzá schon fast militärisch. Schlachten und Menschenopfer sind dargestellt, die den Glauben dass die Maja ein friedliches Volk waren, Lügen strafen. Zur Tagundnachtgleiche im Frühjahr und im Herbst, das heißt am 21 März und am 21. September kommen tausende von Schaulustigen. An diesen Tagen treffen die Sonnenstrahlen so auf die Pyramide, dass ein Schatten in der Form einer Schlange entsteht, die sich die Treppen hinunter windet, um dort auf den ein gemeißelten Schlangenkopf zu treffen. In Chichén Itzá gibt es viele Beispiele für Menschenopfer In einer Mauer sind menschliche Schädel von Feinden bzw. Opfern eingemeisselt. Viele der Oofer wurden einfach in die Cenote – ein Wasserloch – geworfen. Der Verlierer des Ballspiels wurde mit zusammengebundenen Armen und Beinen von der Spitze der Pyramide gestürzt. Die interessanteste Architektur ist das Observatorium, mit dem die Maya den Himmel beobachteten.

Übrigens gibt es 3 Mayakalender, einen rituellen mit 260 Tageni, der als Entscheidungshilfe im Alltag diente. Dann noch einen Sonnenkalender mit 365 Tagen und 5 Unglückstagen am Ende einer Periode und dann noch die Kombination beider Kalender. Übringens erfanden die Maya die Zahl 0 schon 1000 Jahre vor den Europäern.

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