Pura Cultura (24.3.19)

Heute war der erste Tag unserer Gruppenreise. Um es gleich vorweg zu nehmen – es war super. Wir sind eine Gruppe von 8 Personen und unsere guia Diana, eine Mexikanerin, die 4 Jahre in Köln gelebt hat. Diana hat uns das Centro Historica und die Geschichte Mexikos mit Mayas, Atzteken, Eroberung durch die Spanier, Revolution und aktueller Situation sehr spannend vermittelt. Alles ziemlich blutrünstig und im wahrsten Sinne herzzerreißend. Ich erspar uns allen die Details.

Diana hat uns erzählt, dass hier neuerdings junge Mädchen in der Metro verschwinden. Dahinter stecken wahrscheinlich Drogenkartelle aus Kolumbien. Sehr krass. Wenn man so durch die Strassen geht, kann man sich das gar nicht vorstellen. Aber wir sehen zu, dass wir auf belebten Strassen bleiben.

Heute war übrigens ein perfekter Tag für Sightseeing, denn die großen Strassen waren für Autos gesperrt und fest in der Hand der Radler, Skater und Fußgänger.

Morgen steht die Sonnenpyramide auf dem Programm und wir werdem Kaktusblätter essen.

Diego Riviera, Monumento a la Revolution, San Angel, Museo Soumaya

In dieser Megametropole muss man früh aufstehen, wenn um ein Sightseeing Programm zu absolvieren – schon weil der Verkehr selbst am Samstag der Wahnsinn ist. Wir sind begeisterte Uber Fahrer geworden. So easy und sicher kommt man hier mit keinem anderen Verkehrsmittel durch die Stadt. Gestartet sind wir mit dem Museo Casa Estudio Diego Riviera im Stadtteil San Angel. Kein Vergleich mit der Casa Azul. Man kennt das Gebäude aus dem Frieda Film. Samstags findet im Viertel ein toller Kunstmarkt statt, den wir uns nicht entgehen lassen konnten. Eine Frieda Kahlo in Öl bekommt jetzt Asyl in Dottendorf. Frank hatte eine Classe Español mit einer Señora aus San Sebastian. Er zieht Abuelas magisch an. Dann ging es weiter durch die Stadt zum Monumenta a la Revolutión, wo uns nicht nur die Geschichte der mexikanischen Revolution, sondern auch ein sagenhafter Ausblick auf die Stadt geboten wurde.

Das Museum des Multimilliadärs Slim war leider schon geschlossen, aber das Gebäude, das einem Schiffsschornstein ähnelt und mit 16 000 Aluplatten verkleidet ist, hat sich schon gelohnt. Auf die 66.000 Kunstwerke im Wert von 800 Mio. Dollar mussten wir leider verzichten.

Morgen beginnt das Sightseeing mit der Gruppe. Einerseits sind wir gespannt, andererseits fühlen wir uns so sicher, dass wir gerne noch ein bischen Zeit alleine verbringen würden.Es bleibt spannend.

Lucha Libre …(22.3.19)

… ist die mexikanische Form von Wrestling. Der Reiseführer sagt, man muss es mal gesehen haben, wie sich die Kämpfer mit ihren sagenhaften Namen und Kostümen gegenseitig anspringen und aushebeln, durch die Luft werfen und aufs Kreuz legen. Also ab in die Arena México, um Mexico profundo, tiefstes Mexico, zu erleben. Die Sicherheitsvorkehrungen sind extrem. Wir wurden 4x gefilzt, bis wir unsere Plätze einnehmen konnten. Vor der Arena kann man sich standesgemäss mit Masken ausstatten. Dann ging es los. Ganz ehrlich. Es war interessant, aber man muss es nicht machen. Auch wenn die Mexikaner schier ausrasten, wenn sich die luchadores an den Haaren zerren oder ins Gesicht treten.

Bemerkenswert war auch die Penetranz, mit der uns von der Platzanweiserin und der Kellnerin Propina (Trinkgeld ) abverlangt wurde – die Hälfte des Eintrittspreises 🙄

Sightseeing con Antonio – 22.3.19

Um all das, was wir sehen wollten unter einen Hut zu bekommen, haben wir online kurzfristig eine Tour mit getaguide gebucht. Ehrlich gesagt waren wir skeptisch. Aber es war super.ö Unser Guide Antonio war eine Stimmungskanone und geschichtlich sehr bewandert. Zuerst ging es nach Cocoacan, ein Künstlerviertel, in dem Frieda Kahlo und ihr esposo Diego Rivera lebten, verbunden mit einem Besuch in der Casa Azul, dem Geburtshaus von Frieda – absolut zu empfehlen. Dann gab es einen Abstecher zur Uni mit 450 000 Studenten und einem tollen Kunstwerk über die mexikanische Geschichte als Mosaik, geschaffen von Diego Riviera. Auf dem Unigelände befindet sich auch das Olympiastadion. Highlight des Tages war Xochimilco, ein schwimmender Markt auf kleinen Grachten und Überbleibsel des Sees, auf dem Mexico City gebaut ist. Dort steigt man in bunte Boote, auf denen man isst und trinkt. Wie praktisch, dass die Küche gleich am Boot mitschwimmt. Mariachis steigen zu, wenn sie bezahlt werden – rd. 9 € pro Song kostet der Spass, der das Geld wert ist…Guantanamera💃🍻🐊👍

La Ciudad de Mexico – 22.3.19

Gestern sind wir in dieser Megametropole angekommen. Ich gebe zu, dsss mir ganz schön mulmig war aufgrund der Berichterstattung in der Presse. Unser Guide, der uns am Flughafen abgeholt hat, hat uns letztlich davon überzeugt, das Hotel nach 22.00 Uhr noch zu verlassen und siehe da- wir waren nicht die einzigen. Hier im Centro historico ist alles total belebt, beleuchtet und viel Polizei.

Auf dem Weg nach Creel (20.3.19)

Heute sind wir mit einer organisierten Tour zunächst in einen Adventure Park mit einer Seilbahn und der längsten Zipline der Welt im Copper Canyon gefahren. Der Canyon hat seinen Namen übrigens von der roten Farbe, die er nachmittags durch die Sonneneinstrahlung bekommt. Mutig genug für die Zipline waren wir dann doch nicht, man kommt angeblich auf 100 Stundenkilometer bei der Fahrt. Für die Seilbahn hat’s aber gereicht Leider geben die Foto die Dimension des Canyon nicht her. Dann ging es weiter zu einem netten See und dann in das Valle de monjes, das Tal der Mönche. Gemeint sund beeindruckende Gesteinsformationen, die so aussehen, als ob sie Gesichter haben. Überall auf dem Weg verkaufen Indigenes ihre Produkte. In unseren Koffer haben auch schon einige Platz gefunden. Ganz krass war der Besuch in einer total chaotischen Indigena Höhle. Es gibt sogar einen Stamm, der für seine 80 km Läufe im Canyon bekannt ist. Am Ziel in Creel der Westernstadt angekommen haben wir erst mal ein Wellnessprogramm eingelegt. Denn ab morgen wird es anstrengend. Dann geht’s weiter 6 Stunden mit dem Bus, um dann von Chihuahua nach Mecico City zu fliegen. Zum Glück der letzte Inlandsflug.

El Chepe

So heisst der Zug, der Los Mochis an der Pazifikküste mit der Stadt Chihuahua verbindet. Das ganze liegt im Norden, der für die Aktivitäten der Drogenmafia bekannt ist. Erreicht haben wir Los Mochis von Guadalajara über Mexico City. Der Anflug über diese mehr als 20 Mio. Stadt war schon impressionante. Weiter gings mit dem Taxi nach El Fuerte, ohne dass wir ausgeraubt wurden. In El Fuerte, wo wir übernachtet haben steht das Geburtshaus von Zorro. Das ganze ist ein Hotel – Pousada de Hidalgo- im Stil einer Hacienda, leider nicht unseres, weil es schon ausgebucht war. Am nächsten Morgen hat uns ein Sammeltaxi dann zum Bahnhof gebracht und dann kam er, der sagenumworbene Chepe. Ganz ehrlich – die Fahrt wird überbewertet und dauerte bis zu unserem Ziel inmitten des Copper Canyon viel zu lange (8 Stunden), die wir zum Teil in Erwartung spektakulärer Aussichten im Freien zwischen den Waggons verbracht haben. Ich glaube, die Dieselfahrverbote können jetzt auch nicht mehr richten, was ich durch die Chepe Lok eingeatmet habe. Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Mitten im Canyon steht unser Hotel Pousada de Mirador direkt am Felsrand. Vom Balkon unseres Zimmers haben wir eine unvergleichliche Aussicht. Nur das Essen – ein Versuch vegetarisch zu bestellen- war der totale Reinfall. Wir haven neidisch und hungrig auf das Chili am Nachbartisch geguckt.

Familienbesuch in Guadalajara

Alles hat super geklappt und wir haben mit la familia Guadalajara erkundet. Alles ist ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe. Viel moderner, riesige Shopping malls, in denen auch das Nightlife stattfindet. Ausser einem auf frischer Tat ertappten Taschendieb gibt es nichts zum Glück nichts zu berichten. Vielleicht liegt das auch an der massiven Polizei- und Militärpräsenz in der Stadt. Hier macht man alles mit dem Auto. Wer meint, dass es in Bonn viel Stau gibt, sollte sich das hier mal ansehen. Gefühlt haben wir so viel im Stau gestanden, wie Sightseeing gemacht.Während ich das schreibe, stehen wir wieder im Stau auf dem Weg nach Tequila. Apropos Tequila -gestern gab es Tequila in einer Tonschale so gross wie eine Salatschüssel – casuela heisst die Spezialität aus Guadalajara.

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