
Hier in San Christóbal de la casas ist es sehr indianisch, aber auch sehr touristisch. Unser Hotel ist im Kolonialstil gehalten.


Die Leute tragen traditionelle Kleidung, z.T. aus Fell und wollen nicht fotografiert werden. Ganz krass ist der Unterschied zwischen arm und reich. Die Indianerfrauen, die ihre Kinder (bis zu 3 Jahre) und / oder ihre Ware im Tuch auf dem Rücken tragen, versuchen andauernd Käufer zu finden. Wir saßen heute kurz im Cafe und es dauerte nicht lange, bis die Marktfrauen vorbeikamen. Oder sie schicken ihre kleinen Kinder. Alles nicht schön. Wir haben ein paar Sachen gekauft, die wir eigentlich nicht brauchen. Hier in Chiapas muss sich dringend was tun. Diana hat uns erzählt, dass hier viele Kinder gar nicht zur Schule gehen. Das sieht man auch auf den Strassen. Der Rebell von 1994, der sich Marcos nennt und sich nach der gescheiterten Revolution in die Berge zurück gezogen hat, hat angekündigt, dass er seinen Kampf wieder aufnehmen wird, wenn der neue Präsident nichts an der Situation der Indianer ändert.
Hier hatten wir nur ein kurzes Vormittagsprogramm mit einer Fahrt nach Chamula, ein Indianerdorf mit einer Indianerkirche. Sehr beeindruckend. Hier wird der christliche Glaube mit dem Glauben an die Mayagötter vermischt. Es gab schon Kreuze, bevor die Spanier das Land überfallen haben. Die Kreuze symbolisieren die vier Himmelsrichtungen. Im Mittelpunkt steht der Mensch.



Es gibt keine Bestuhlung, die Leute sitzen auf Kieferzweigen so lange, bis ihre mitgebrachten Jerzen abgebrannt sind. An der Seite gibt es Schränke für die Heiligen. Erfüllt ein Heiliger die an ihn getichteten Erwartungen nicht, wird er einfach umgedreht.
Anschließend haben wir eine Weberei besucht und wurden myl wieder mit Tortilla und Maisschnaps bewirtet.





Sehr witzig war die Aktion, dass wir in traditionelle Hochzeitsgewänder schlüpfen durften.